Sonntag, 1. august 2010
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01
/08
/2010
19:27
Gormannstraße 10, 10119 Berlin
Telefon: 030-275 921 02
www.alcontadinoweinbar.de

Es war ein sehr belastbarer Tipp. Es gibt einen sehr guten
Maler in Berlin => http://edwardbgordon.blogspot.com , der bis vor kurzem sein Atelier nur wenige hundert
Meter entfernt hatte. Und ausgiebig Zeit und Muße, die Qualitäten von „Al Contadino“ in Mitte auszuprobieren. Da er nicht nur einen feinen Pinsel schwingt, sondern auch kulinarisch das Bessere
vom Guten unterscheiden kann, macht man hier nichts falsch!
Die Inneneinrichtung ist sehr gemütlich. Wohl dem, der im Sommer auf dem engen Bürgersteig draußen auf der Straße sitzen
darf. „Al Contadino“ reduziert sein Angebot wohlwissend auf das Niveau einer Weinbar: Leckere Tropfen und begleitende Speisen – nicht anders herum.
Und das gefällt! Ein sizilianischer Grillo ohne Hauptstadt-Zuschlag und Pasta, die keinen Vergleich scheuen muss. Vorher
gab es zum Warmwerden noch edles Öl mit handgemachtem Brot. Alle Achtung. Und wenn Edward Gordon das Atelier in der Torstraße irgendwann nicht mehr fehlen mag, sein 1A-Versorger ist seitdem
verdammt weit weg…
von Ed Kayros
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Sonntag, 20. juni 2010
7
20
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/2010
15:00
Am Mühlenteich 2, 21521 Aumühle bei Hamburg
Telefon: 04104/6953-0
www.waldesruh-am-see.de

Vor den Toren
Hamburgs liegt dieser kulinarische Volltreffer. Das Hotel-Restaurant „Waldesruh am See“ in Aumühle wird nicht nur gerne nachgefragt bei Oma Elses 80. Geburtstag, der Traumhochzeit von Heinz und
Yvonne und dem Familienschmaus nach einer ausgiebigen Wanderung im nahen Sachsenwald. Die Terrasse vor dem idyllischen Gewässer – ein Traum…
An Historie wurde hier nicht gespart: Erstmals im Jahre 1737 als idyllisch gelegener Gasthof erwähnt machte es der Prinz von der Lippe zu seinem Jagdschloss. Inzwischen befindet sich das
Gebäude seit 1896 im Besitz der Familie von Bismarck. Wer schon immer zum Schlemmen nach Aumühle kommt, kann sich auf vertraute Gesichter verlassen: Seit 1969 führt das Ehepaar Götz die
Geschäfte, inzwischen mischen Tochter Katrin Gehl (Hotel) und Schwiegersohn Erik Gehl (Küche) kräftigst mit.
Und da der Seniorchef den Kontakt zum Gast sucht, wird der auch über private Details informiert. Zum Beispiel in Sachen Sport. Herr Götz hat seine Frau in der Turnriege des FC Bayern in München
kennengelernt, der Schwiegersohn ist St.-Pauli-Fan, deshalb heißt der Hund – genau – Pauli. Der Enkel wiederum trägt die Raute im Herzen und jubelt für den HSV…
Zum Essen: Das Hotel-Restaurant „Waldesruh am See“ steht zu 100 Prozent zu lokalen Produzenten und wandelt geschmacklich auf feinheimischen Pfaden (mehr hier: www.feinheimisch.de). Für uns ist kulinarisch der norddeutsche Tapasteller erste Wahl, sechs Köstlichkeiten für 16,50 Euro, alle neun für 23,50 Euro.
Und das kommt auf den Teller (siehe Foto oben): Nordseekrabben von Fischer Urthel aus Friedrichskoog in Schleswig-Holstein gepult, mit Gurken Crème
fraîche // Filet vom Bismarck-Hering, nach überliefertem Rezept // warme, marinierte Gemüse aus Götheby // Ziegenbratwurst vom Hof Hottbarg (nicht auf dem Foto) // gebackene Friesenrolle vom
Backensholzer Rohmilchkäse // Tatar vom Glückstädter Matjes mit Crème fraîche (nicht auf dem Foto) // Kabanossi vom Sachsenwälder Rothirsch (nicht auf dem Foto) // kleines Lammschnitzel auf
gegrillter Zucchini // Miniburger vom Wildwiesen-Galloway mit Karottenketchup.
Lecker und innovativ zugleich. Zum Vergleich der Tapasteller aus dem Vorjahr (siehe Foto unten). Ähnlich originell. Damals wurden übrigens leicht variierte norddeutsche Tapas für 15 Euro
angeboten. Wie man sieht, auch die Preise bleiben hier bodenständig.
von Ed Kayros
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Sonntag, 30. mai 2010
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/2010
15:45
Via San Michele 7, 95131 Catania
Telefon: +39 953 17024
www.trattoriailmare.it


Dieses wunderbare Lokal liegt mitten in der Altstadt von Catania (Sizilien).
Allerdings: Wenn man es nicht zielgerichtet ansteuert, läuft man dran vorbei. Von außen unscheinbar, von innen schlicht – aber soooo gut!
Ein echter Familienbetrieb. Hier kocht die Mamma noch selbst, der Vater glotzt wahlweise auf den Fernseher
überm Tresen oder zählt die Euro, der Sohn schmeißt den Laden. Sicherlich können wir vieles hier empfehlen, aber unschlagbar ist eine Auswahl von Meeresfrüchten als Vorspeise. Für ganze 12
Euro.
Und jetzt aufgepasst und mitgezählt: Es kommen Schälchen mit Oktopus-Salat und Gamberetti mit
geräuchertem Lachs (siehe Foto), dann frittierte Sardinen, ein Tellerchen mit Pfahlmuscheln in Kräuter-Limonen-Öl, eine Art Fischfrikadelle, kleine, frittierte Pulpitos (richtig saftig!), ein
Tellcheren Mini-Herzmuscheln in Kräutersauce, zweierlei Arten von Bruschetti….wow.
Dazu einen frischen, klaren Weißwein – die Hausmarke geht pro Liter für unglaubliche sechs Euro über den Tresen. Wer wirklich großen Appetit hat, sollte noch weiterschlemmen: Entweder Fisch oder
Fleisch vom Grill, dazu super-knackiges Grillgemüse (siehe Foto). Und weil die Gäste die guten Sachen mit so viel Hingabe verputzt haben, spendierte der Kellner am Ende noch ein Gläschen vom
hausgemachten Limoncello (Zitronen-likör).
Ganz wichtig zum Merken: Montags ist Ruhetag. Es gibt wohl kaum etwas schlimmeres, als hier mit Magenknurren vor der geschlossenen Tür zu stehen.
PS.: Auch wir sind einem Tipp zu „Il Mare“ gefolgt, sonst wäre uns dieser Genuss-Tempel entgangen. Ganz herzlichen Dank an „wcs“, die diese Tattoria bei Qype empfohlen hatte.
von Ed Kayros
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Freitag, 21. mai 2010
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21
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/2010
19:58
Paseo Maritimo el Palo
Calle Quitapenas 67, Malaga
Telefon: +34 952 – 29 30 16


Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt: Ein Sonntag in Spanien kann kulinarisch eine echte Herausforderung sein. Denn: Viele Läden lassen
am siebten Tag der Woche Messer, Löffel und Gabel fallen – Ruhetag.
Ein frühlinghafter Sonntag in Malaga. Da weiß ein jeder Freund von Fischbratbuden, wo die Musik spielt und der Grill auf Hochtouren läuft. Am besten man nimmt den Bus von der City nach El Palo,
dem Stadtstrand der Hafenstadt. Dort reiht sich Bude an Bude. Die meisten sind gut, groß und am Nachmittag voll besetzt.
Unsere Wahl fiel auf einen kleinen Familienbetrieb und wurde belohnt. Die Bar „El Cenacho“ liegt einen Steinwurf hinter der Pena (des Fanclubs) El Palo des FC Barcelona. Und hier grillt Vattern
die Sardinen (siehe Fotos oben und links) noch höchstpersönlich. Die leckere Portion für unglaubliche drei Euro. Purer Genuss direkt hinterm Strand.
Auch alles andere ist superlecker: Das frittierte Gemüse (Foto links) ebenso wir das frische Filet von der
Rosada (Foto unten). Die Auswahl der Speisenkarte ist groß, alles wird frisch zubereitet. Auch die am Nachbartisch bestellte Paella für die ganze Familie stand 30 Minuten später auf der Tisch.
Kompliment.
Sogar das Weinangebot kann sich sehen lassen. Ein Sauvignon Blanc aus dem Rueda geht hier pro Flasche für schluckfreudige 7,50 Euro über den Tresen. Wow!
von Ed Kayros
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Donnerstag, 6. mai 2010
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06
/05
/2010
16:58
Am Markt 3, 29451 Dannenberg
Telefon: 05861-979760
www.labottegadilina.de
Lina hört auf den eindrucksvollen Nachnamen Baiocco Hoveida und sie hat es ins Wendland verschlagen. Dort, wo Widerstand gegen das Atomendlager Gorleben
den Rhythmus der Menschen bestimmt. Und dort – mitten in Dannenberg – lässt Lina die Herzen der Genießer höher schlagen. In ihrem Laden „La Bottega di Lina“ (Das Geschäft von Lina) gibt es
ausnahmslos italienische Leckereien.

Wer vor Ort schlemmen möchte , ist mit Antipasti satt (siehe Foto unten) für 9,90 Euro mehr als gut
bedient – viele Köstlichkeiten werden eigenhändig verfeienert: Gegrillte Zucchini, eingelegte Auberginen, getrocknete Tomaten, Oliven. Selbst das delikate Möhrenbrot scheint aus dem eigenen Ofen
zu kommen.
Auch der Hauswein (weiss) ist spritzig und klar, bei 5,90 Euro für den halben Liter ein echtes Schnäppchen.
Das gilt ebenso für den Roten aus der ganz großen Flasche, er ist solide und für denselben Preis zu haben.
Besonders bei der großen Auswahl an Wurst- und Käsespezialitäten (siehe Foto links) kann man eigentlich gar nichts falsch machen: Aromatischer Rosmarinschinken, Parmaschinken, diverse
Salamisorten, Mortadella, Pecorino, Tallegio, Parmesan und Büffelmozzarella. Und wer so richtig Appetit auf hausgemachte Ravioli hat, ist ebenfalls bei Lina an der richtigen Adresse. Als wir dort
einkehrten, waren sie entweder mit Lachs oder mit Steinpilzen gefüllt.
Zwar ist der Kampf gegen die Atomkraft auch in Dannenberg über die Jahre nicht einfacher geworden. Doch
dank Lina streitet es sich mit vollem Magen eindeutig besser…
von Ed Kayros
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